Abschluss der kommunalen Wärmeplanung in Kolbermoor
„Im Projektverlauf konnte unser Konsortium wertvolle Erfahrungen sammeln, mit deren Hilfe wir nun unseren Praxisleitfaden kommunale Wärmeplanung sowie unser Regelwerk weiterentwickeln können“, erklärte Projektleiter Harald Rapp, zugleich Leiter der Plattform Grüne Fernwärme des AGFW. Im Rahmen des Netzwerks der Plattform hatte der Verband Kommunen ausgewählt und die Entwicklung der Wärmepläne gemeinsam mit den lokalen Plattform-Paten vorangetrieben. Für die Stadt Kolbermoor waren dies die Stadtwerke Rosenheim und die INNergie, als kommunal getragener Versorger mehrerer Gemeinden im Inntal.
„Die konstruktive Zusammenarbeit und der enge Austausch mit dem Versorger hätten wesentlich dazu beigetragen“, so Harald Rapp, „dass der fertige Wärmeplan ein realistisch umsetzbares Szenario für die künftige Wärmeversorgung der Stadt Kolbermoor beinhaltet. Es war allen wichtig, keinen Papiertiger zu kreieren, sondern ein Zielszenario und eine Umsetzungsstrategie auszuweisen, das mit den kommunalen Anforderungen und den Transformationsplänen der INNergie vor Ort zusammenpasst.“
Im Ergebnis beinhaltet der Wärmeplan der Stadt Kolbermoor unter anderem fünf Gebiete, in denen das bestehende Wärmenetz verdichtet sowie in den kommenden Jahren ausgebaut werden kann – immer vorausgesetzt, dass sich genügend Eigentümerinnen und Eigentümer an das Netz anschließen. „Um den nötigen Anschlussgrad zu erreichen, werden die Stadt und der Versorger die aktive Kommunikation und Beteiligung der Bürger und Akteure fortsetzen, die im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung begonnen wurde“, so Rapp.
Nachdem viele Kommunen inzwischen mit der Erarbeitung kommunaler Wärmepläne begonnen haben, verschiebt sich der Fokus mehr und mehr in Richtung der Umsetzung konkreter Schritte, beispielsweise in der Errichtung oder Erweiterung von Wärmenetzen. Im nächsten Schritt wird der AGFW die Kommunen und Versorger auch bei dieser wichtigen Phase weiter begleiten, um in den kommenden Jahren entsprechende Erfahrungen für die Verbandsarbeit und das Regelwerk zu sammeln.